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Schubladendenken

Ich komme immer wieder an einen Punkt in meinem Leben wo es mich erstaunt wie verfangen Menschen in ihrem Denken und der zugehörigen Schubladen sein können. Doch was ist eigentlich der Grund dafür und warum öffnen sich diese vielen Schubladen? 

Wir leben in einer Gesellschaft in der Ansätze zuerst einmal aus einer negativen Haltung heraus angesehen werden. Anstatt den Dingen positiv gegenüberzutreten, wird meist den Schubladen, die man sich zurechtgelegt oder kennengelernt hat, freien Lauf gelassen. Diese sind jedoch in der Regel behaftet mit Vorurteilen und negativen Glaubenssätzen. Negative Glaubenssätze kennen wir alle und da wir nicht von der Mutter Maria höchst persönlich abstammen oder erleuchtet als Buddha auf einem Berg sitzen, haftet an jedem von uns der ein oder andere Glaubenssatz. 

 

Beispiele:

  • Wenn du genug Spinat isst, wirst du groß und stark!
  • Warum immer Ich?
  • Strafe muss sein.
  • Erst die Pflicht, dann das Vergnügen.
  • Ich bin es nicht Wert.
  • Ich werde nur geliebt wenn ich Leistung bringe.
  • Du redest nur Blödsinn!

Negative Glaubenssätze sind oft so hartnäckig, weil wir sie uns unbewusst ständig selbst beweisen. Auch sollte man die Macht der Gedanken niemals unterschätzen, denn diese können zu Krankheiten, Depression und bis hin zum Tod führen.

Hier gilt es, negativ in positiv umzuwandeln. Dies ist jedoch oft ein langjähriger Weg, oftmals ein schmerzhafter Prozess und eigentlich begleitet einen das doch das ganze Leben hindurch, denn es gibt immer wieder Herausforderungen, denen man sich stellen muss oder Verhalten anderer Menschen die einen dazu bewegen. Hier muss, dann jeder für sich entscheiden welchen Weg er geht. Ob man seine Energie an die negativen Glaubenssätze abgibt oder diesen standhält und vielleicht sogar einen Weg gefunden hat aus dem man Kraft schöpfen und neue Power ziehen kann.

 

Ich finde es jedoch sehr schade und stelle fest, das es immer schwieriger wird Menschen zu begegnen, die Wertfrei sind. Die nicht sofort voreingenommen handeln oder reagieren. Die auch mal die Dinge oder Situationen hinterfragen. Die sich Zeit nehmen und einem zuhören. Die nicht sofort Kritik üben. Menschen, die sich nicht sofort angegriffen fühlen, urteilen oder Andere verurteilen, ohne auch nur einmal mit der Person an einem Tisch gesessen zu sein.

 

Wertfrei zu handeln, zu agieren, zu denken, ist ein hohes Gut. Wir alle machen Fehler, es liegt jedoch an uns zu seinen Fehlern zu stehen oder diese auch mal zu revidieren. Sich selbst seine Fehler einzugestehen und dafür auch Verantwortung zu übernehmen, zeigt von wahrer Größe und Stärke. 

 

 

Ich möchte mit meiner Vitiligo Menschen helfen und diesen Wertfrei gegenüber stehen um aufzuzeigen das das Leben bunt und vielfältig ist, mit all seinen Facetten die es mit sich bringt.

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